Hallo Leute,
Neben Windows 8 steht nach neuesten Informationen ebenfalls noch im Februar die Beta von Windows Server 8 zur Verfügung. Somit wird es Zeit die bisher bekannten, sehr beeindruckenden neuen Funktionen vorzustellen.
Weil schon viel geschrieben wurde möchte ich in den nächsten Tagen die wichtigsten Funktionen einmal zusammenfassen.
Microsoft will mit Server 8 den „Cloud-Server“ schlechthin schaffen. Das heißt Windows Server 8 soll komplett mandantenfähig sein, “Multi-Tenant” nennt Microsoft hier die Funktionalität Systeme von Kunden völlig isoliert voneinander auf dem gleichen Virtualisierungshost laufen zu lassen. Alle folgenden vorgestellten Funktionen leisten somit Ihren Beitrag zum vollen „Cloud-Server“:
Servermanager:
Der Server-Manager wurde in Windows Server 8 komplett überarbeitet und kann nun erstmals auch Servergruppen verwalten, d.h. der Administrator kann mehrere Server identischer Dienste gleichzeitig verwalten. Weiterhin ermöglicht der neue Servermanager ein zentrales Management von DNs und DHCP. Wird auf einem Server eine neue Windows Rolle wie z.B. DHCP, ADDS, Fileserver oder Webserver installiert, richtet der Servermanager automatisch eine neue Gruppe ein:

Active Directory:
Im Active Directory haben es nun bisher nur über Powershell konfigurierbare Funktionen in die GUI geschafft. Die Fine Grain Password Policys lassen sich nun direkt aus dem Active Directory Administrative Center verwalten, ebenso gibt es für den AD Papierkorb eine GUI. In Server 2008 R2 war dies bisher grafisch nur über freie Drittanbietertools, z.B. http://ldapexplorer.com/en/lazarus.htm und http://blogs.chrisse.se/blogs/chrisse/archive/2009/01/11/fine-grain-password-policy-tool-1-0-2300-0-rtm.aspx möglich.
Weiterhin können mit Windows Server 8 DC’s erstmals geklont werden, was bisher wegen resultierenden USN Rollbacks ein absolutes Tabu war. Das neue Attribut ms-DS-Generation-ID repräsentiert hierbei die VM Generation ID, das Attribut ändert sich bei Erstellung eines Snapshot und erzeugt bei Differenz eine neue Invocation ID. Die Folge ist Vollreplikation wie nach einem Restore.

Dateiserver Hochverfügbarkeit:
Hochverfügbarkeit von Diensten erhalten wir bisher mit dem Cluster welcher über Cluster-shared Volumes Verbindungen von mehreren Clusterknoten auf die gleiche Partition ermöglicht. Mit Server 8 und den erweiterten CSV’s ändert sich dies gravierend: Es ist möglich zahlreiche Server mit dem gleichen Dienst zu betreiben, in diesem Beispiel Dateiserver. Es stellt stellt nicht mehr ein Server die Dienste zur Verfügung und die anderen warten das dieser ausfällt, im Gegenteil: Über alle Systeme kann auf die Informationen zugegriffen werden, der Cluster kümmert sich darum, dass die Freigaben identisch sind. Es gibt so gut wie keinen Failover mehr, die Daten stehen über mehrere Knoten identisch zur Verfügung.
Single-Instance Storage, auch unter „Deduplication“ bekannt stellt sicher, dass jede Datei nur einmal vorgehalten wird, konfigurierbar über einen Deduplication Schedule:

In Part 2 werden wir morgen die Änderungen in Hyper-V 3, im Netzwerk sowie bei den Dateiberechtigungen beschreiben.
Geschrieben von Christian Kuever